Selbstständigkeit & Selbstverwirklichung

Der Start in ein erfolgreiches Design-Projekt

In den meisten Fällen erhält man Anfragen für ein neues Logo oder eine Webseite à la „Mach’ mal.“ Man kann sich jetzt darüber streiten, ob man sich über solche Anfragen aufregt oder nicht, aber im Prinzip geht man auf das Angebot mit vielen weiteren Fragen ein oder man ignoriert’s. Der Interessent hat sicher keine böse Absicht und ganz ohne negativen Unterton: Woher soll er es wissen?

Für ein erfolgreiches Design-Projekt jedoch – ganz allgemein gesprochen – sind folgende Aspekte vor dem Start eines Projekts sehr wichtig. Ihr könnt es gerne in den Kommentaren bewerten, aber aus meiner Erfahrung, damit es ein angenehmes und zielstrebiges Projekt wurde, waren dies die ausschlaggebenden Faktoren:

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1
Kennenlernenn und neue Aspekte entdecken

Kapitel 2
Ziele für das Projekt definieren

Kapitel 3
Die Zielgruppe und den perfekten Kunden identifizieren

Kapitel 1


Kennenlernen und neue Aspekte entdecken

Ich denke die Mehrheit wird mir hier zustimmen: seinen Gegenüber und seine Anliegen und Ziele genau zu kennen, ist wichtig, um die damit verbundene Problemstellung zu lösen. Genau aus diesem Grund gibt es auch keine Online-Ärzte – wobei ich erst letztens gelesen habe, dass manche Ärzte per Skype diagnostizieren, na ja. Aber selbst in diesem Skype-Gespräch findet eine Diagnose statt. Der Arzt hört dem Patienten aufmerksam zu, stellt Fragen, hört wieder zu, stellt noch mehr Fragen usw., bis er die Beschwerden genau diagnostiziert hat und daraus Handlungen ableiten kann. Der Patient geht nicht mit einer Lösung, sondern mit dem Problem zum Arzt und ein professioneller Arzt verschreibt kein Medikament, ohne sich die Beschwerden angesehen zu haben.

Genauso ist es in Design-Projekten (und eigentlich allen anderen Branchen). Wenn es mir und meinen Kunden egal wäre, ob wir uns kennen und ob wir unser beider Anliegen und Ziele verstehen, könnte ich auch einfach einen Online-Shop erstellen und jeder kauft sich sein fertiges Design. Unternehmen, die diese Ansicht vertreten, sind dann aber nicht meine Zielgruppe. 🙂 Ich suche identitätsbewusste Menschen denen die eigene Marke am Herzen liegt, weil sie sich mit ihr selbst verwirklichen möchten. Erst wenn man offen für neue (Design-)Erfahrungen ist, kann man sich von der breiten Masse abheben und den Charakter des Unternehmens zum Vorschein bringen.

Mir ist es wichtig, so viel wie möglich über das Unternehmen zu erfahren. Wie sonst kann ich mich zu 100% darauf einlassen, eine optimal aufs Unternehmen abgestimmtes Design zu erarbeiten. Wir gehen in den ersten Gesprächen tiefgreifend darauf ein, was du dir von der neuen Webseite erhoffst. Was sind deine Ziele? Warum brauchst du gerade jetzt die Webseite, etc.? In diesen Gesprächen werden oft auch neue Aspekte, Wünsche und Anforderungen an das Projekt und auch die eigene Marke entdeckt, die das Projekt weiter in die richtige Richtung lenken.

Kapitel 2


Ziele für das Projekt definieren

Angeknüpft an den letzen Absatz: Welche Ziele verfolgst du mit deinem Projekt? Du brauchst eine neue Webseite, aber wofür? Willst du dich und dein Unternehmen mehr in den Fokus stellen? Möchtest du ein neues Produkt besser präsentieren oder brauchst du einen Online-Shop, der für deine Kunden leichter zu bedienen ist. Dadurch würdest du das Nutzererlebnis steigern und mehr Kaufabschlüsse generieren. Wichtig ist jedoch, dass du weißt, warum du eine neue Webseite brauchst. Aussagen wie „die Seite ist veraltet“, reichen nur bedingt aus.

Das Ziel von Design ist es positive Emotionen in deiner Zielgruppe zu wecken. Es soll ihnen im Gedächtnis bleiben und im besten Fall zu einer gewünschten Aktion führen, z. B. den Einkauf im Online-Shop oder das Buchen eines Hotelzimmers.

Ziele auszuformulieren, ist auf keinen Fall immer einfach, aber wichtig, um nicht von Anfang an in die falsche Richtung zu arbeiten. Ich hatte schon einige Projekte, bei denen die Zielsetzung nicht eindeutig war. Das Ende vom Lied: viele, viele Revisionen und mehr Projektstunden, als angesetzt.

Kapitel 3


Die Zielgruppe und den perfekten Kunden identifizieren.

Reichweite bedeutet nicht gleichzeitig, dass du die richtigen Leute ansprichst. Wenn ich dir verspreche, dass du im nächsten Monat auf einmal neue 10.000 Follower auf Instagram bekommst, hast du nicht viel gewonnen, wenn nur zehn Leute daraus in deine Zielgruppe passen. Weißt du bereits wer deine Zielgruppe ist oder kannst du zum Beispiel deine Ladenbesucher charakterisieren? Die eigene Zielgruppe zu kennen, zu verstehen, mit ihr zu interagieren und zu kommunizieren, ist einer der Schlüsselfaktoren für jede erfolgreiche Maßnahme. Sei es der Aufbau der Webseite, das eigene Branding oder die Gestaltung und Auslegung des Logos.

Ich habe mal gelesen, dass Stephen King seine Frau als „den perfekten Leser“ definiert hat. Wenn das Buch seiner Frau gefällt, spricht er damit seine Zielgruppe an. Der erste Schritt ist also, zu überlegen, wenn jetzt dein Traumkunde durch die Tür kommt, wie würdest du ihn oder sie charakterisieren? Danach kommt der schwierige Part: Wie gewinne ich diesen Kunden nun für mich? Welche Anliegen hat er oder sie? Und ganz plump gesagt: „Was gefällt ihm oder ihr?“

Der Übergang zum Kern des Projekts

Je nach Auftrag (Branding, Webdesign, Logodesign – oder alles) und Anforderung geht es nun anders weiter, aber im Kern sind diese drei Aspekte wichtig, um einen erfolgreichen Start in ein Design-Projekt zu meistern: Kennenlernen und eventuell neue Aspekte entdecken, Ziele für das Projekt definieren und die Zielgruppe und den perfekten Kunden identifzieren.

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